Gründe für eine Frühpensionierung gibt es heutzutage wahrscheinlich mehr als genug. Ein Begriff der mittlerweile zum alltäglichen Sprachgebrauch gehört, ist das sogenannte “Burn-out-Syndrom”. Beruf, Stress, Lebensumstände haben einen ausgebrannt. Der Betroffene ist ausgelaugt, demotiviert und nicht mehr in der Lage, seiner Tätigkeit weiter nach zu gehen. Der Spaß am Leben ist dahin und das unwiederbringlich. Zumindest so lange sich an den Lebensumständen nichts ändert. Neben einer sicherlich langwierigen und anstrengenden Therapie bei einem “Seelenklempner” gibt es eigentlich nur die Möglichkeit der Frühpensionierung, die dieser ernstzunehmenden Erkrankung gegenwirken kann. Betroffene sollten sich also allen Ernstes damit auseinandersetzen, um wieder froh, aktiv und munter am Leben teilnehmen zu können. Natürlich kommt es auf den Einzelnen an. Handelt es sich um Menschen, die sich ohne Arbeit unnütz fühlen und den Gedanken, nicht mehr gebraucht zu werden, nicht ertragen können, ist eine Pensionierung vielleicht doch noch zu früh. Ansonsten sollte man aber die möglicherweise damit einhergehenden finanziellen Verlust durch eine geringere Rente in Kauf nehmen. Natürlich nur, wenn sie nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Sicher ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Lebenserwartung erheblich gestiegen. Trotzdem ist es doch fraglich, wie viel der einzelne Arbeitnehmer von seiner wohlverdienten Rente noch hat, wenn er mit 64 in den Ruhestand tritt. Deshalb sollte man je früher desto besser initiativ werden und den Gedanken einer Frühverrentung aufnehmen. Der Gegenwert ist Zeit. Zeit, die man möglicherweise ein Leben lang nicht hatte. Zeit, die mit zunehmendem Alter immer wertvoller wird. Diese Erkenntnis ist so banal wie zutreffend.
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